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Ordentliche Generalversammlung der Fédération des Artisans - Handwerk rät Regierung zur Vorsicht

14 juin 2022

Am gestrigen Dienstag trafen sich die Vorsitzenden und Delegierten der Mitgliedsverbände zur ordentlichen Generalversammlung der Fédération des Artisans.

 

Das Handwerk befindet sich nach wie vor in einer sehr angespannten Lage. Von der hohen Inflation sind die Unternehmen doppelt betroffen. Steigende Material- und Energiepreise treffen auf ebenfalls steigende Lohnkosten. Beides können die Unternehmen nicht uneingeschränkt an ihre Kunden weitergeben, was die finanzielle Situation der ohnehin schon angeschlagenen Unternehmen zusätzlich belastet. Positiv ist, dass der Tripartitebeschluss wenigstens im Bereich der Löhne für eine gewisse Planungssicherheit sorgt.

 

Durch den Ukrainekrieg, gestörte Lieferketten und die ungelöste Coronafrage bewegen sich die Unternehmen in den kommenden Monaten trotzdem in einem extrem unübersichtlichen Umfeld.

 

Lieferschwierigkeiten in der Automobilbranche dauern an. Aufgrund der Preisschwankungen haben Bauunternehmen Probleme verbindliche Angebote zu erstellen und Lieferschwierigkeiten und coronabedingte Ausfälle führen zu einer Desorganisation vieler Baustellen. Das Lebensmittelhandwerk kämpft mit gestiegenen Energie- und Rohstoffpreisen und die Berufe der Körperpflege verzeichnen immer noch rückläufige Umsätze.

 

Gleichzeitig haben sich die Wachstumsperspektiven für dieses und die kommenden Jahre deutlich eingetrübt und dies zu einem Zeitpunkt, wo durch Energiewende und Digitalisierung enorme Investitionen sowohl auf die öffentliche Hand als auch auf die Unternehmen zukommen.

 

Vor diesem Hintergrund warnt die Fédération des Artisans vor allen Maßnahmen, die die Situation der mittelständischen Unternehmen weiterhin verschlechtern könnten.

 

Eine Verringerung der Arbeitszeit, wie sie vom Beschäftigungsminister ins Spiel gebracht wurde, stößt beim Handwerk auf Unverständnis. In Zeiten, wo in allen Wirtschaftsbereichen Arbeitskraft fehlt, der Wohnungsmarkt unter massivem Druck steht und die Mobilität aus Richtung der Grenzregionen immer zäher wird, ist eine Arbeitszeitreduktion eine in allen Hinsichten kontraproduktive Maßnahme, unterstrich der Generalsekretär der FDA, Romain Schmit.

 

Das Handwerk ist sich der Tatsache bewusst, dass in den kommenden Jahren eine aktive Lohnpolitik betrieben werden muss, um sich die benötigte Arbeitskraft zu sichern. Dies ist aber nur möglich, wenn gleichzeitig Produktivitätsgewinne erwirtschaftet werden, um die zusätzlichen Kosten zu tragen.

 

Leider besteht die Regierungspolitik aktuell vor allem darin, die Arbeitsorganisation durch immer neue Urlaube und Auszeiten zu erschweren. Das Handwerk fordert, dass auch den Unternehmen Möglichkeiten eingeräumt werden in Abstimmung mit ihren Mitarbeitern die Arbeit flexibler gestalten zu können.

 

Im Hinblick auf die kommenden Wahlen wird die Fédération des Artisans den verschiedenen Parteien in den kommenden Monaten ihre Vorschläge unterbreiten. Ohne wettbewerbsfähige Wirtschaft und vor allem ohne dynamischen Mittelstand wird sich Luxemburg in Zukunft seine Umverteilungspolitik nicht mehr leisten können.

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